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August der Starke und das liebe Geld

Mit einem gut vorbereiteten Fragenkatalog besuchten mich in der ersten Sitzungswoche des neuen Jahres Schülerinnen und Schüler der Oberschule Carl Friedrich Gauß aus Pirna. Die Jugendlichen überraschten mich im neuen Jahr gleich mit neuen Fragen.

So ging es zunächst darum, was mir persönlich im Wahlkreis wichtig ist. Ich erklärte, dass Abgeordnete viele Dinge in und für ihren Wahlkreis tun, die zunächst gar nicht richtig sichtbar sind. So besuche ich Unternehmen, soziale Einrichtung und auch Schulen. Natürlich halte ich auch Bürgersprechstunden ab. Im Vergleich zu anderen Wahlsystemen, wie zum Beispiel in Italien, halte ich es für wichtig, direkt gewählte Abgeordnete zu haben. So wissen die Bürger, an wen sie sich wenden können.

Außerdem sprachen wir über die Ergebnisse der U18-Wahl, die Umstellung vom Verbrennungs- auf den Elektromotor, den Gesetzgebungsprozess und die sonstigen Aufgaben des Bundestages. Hier ging es natürlich vor allem um das Königsrecht des Parlaments – den Bundeshaushalt. Eine historisch bedeutsame Errungenschaft, immerhin musste August der Starke kein Parlament fragen, um von viel Geld seine zahlreichen Schlösser zu bauen. Die Schüler schätzten den jährlichen Bundeshaushalt zunächst auf 300 Millionen Euro. Das war natürlich knapp daneben. Es sind 362 Milliarden Euro, die im aktuellen Bundeshaushalt veranschlagt sind. Wo das Geld herkommt, wussten die Schüler dann aber: vom Steuerzahler.